Jena Caputs gewinnen “Ostderby” gegen ALBA
Am 9. Spieltag kam es zum “Ostderby” in der 2. Bundesliga Nord. Gastgeber Jena Caputs hatte die Hauptstädter von ALBA BERLIN 1 zu Gast in der heimischen Werner-Seelenbinder Halle. Für die Thüringer war es ein “Doppelspieltag”, da ich die Pro-A-Basketballer von Spiel von Science City Jena ihr Heimspieltag im diesen Rahmen veranstalteten. Das Spiel war für die ALBAtrosse bereits nach dem ersten Viertel gelaufen. Jena zog schon mit 27:8 davon und die Berliner konnten diesen Rückstand im weiteren Spielverlauf aufholen. Aber die Chancen dazu waren durchaus da. Die Caputs leisteten sich im dritten Spielabschnitt eine Schwächeperiode, in der es ALBA verpasste entscheident aufzuschließen. Das letzte Viertel ging dann wieder an die Gastgeber, die sich damit weiterhin im oberen Tabellenabschnitt tümmeln und den ambitionierten Aufstieg in die Bundesliga (RBBL) wohl noch nicht ganz aus den Augen verloren haben. Für ALBA BERLIN heißt es jetzt ganz einfach “Abhaken und weiter gehts”. Bereits am Samstag findet in der heimischen Max-Schmeling-Halle das erste Endspiel gegen Abstiegskonkurrent Dragon Wheelers im QTSV. Dort muss in jedem Fall ein Sieg her, will man nicht schon dort alle Chancen um den erhofften Verbleib in der 2. Bundesliga verspielen.
Oberliga Ost trotzt der Kälte
Der 6. Spieltag in der Oberliga Ost stand auf wackeligen Füßen. Kurzfristig war die Halle der gastgebenden SG RSC-SGH Berlin bis zum Nachmittag durch eine schulische Veranstaltung anderweitig vergeben. Durch eine schnelle und unkomplizierte Kommunikation zwischen den spielenden Teams konnte eine Verlegung oder gar eine Absage verhindert werden. Die Spielzeiten wurden der neuen Hallenzeit entsprechend nach hinten verlegt. Hinzu kam aber noch der Umstand, dass die Temperaturen in der Halle den draußen in nichts nachstanden ;-) Baumaßen am Gebäude (die Peter-Ustinov-Schule soll noch eine weitere Halle in der zweiten Etage) verliefen nicht wie geplant und auch teilweise schief. Die Isolationsschicht des Daches muss vollkommen erneuert werden, sodass eine reguläre Beheizung der Halle nicht machbar ist.
Aber die Mannschaften aus Berlin (SG RSC-SGH Berlin und ALBA BERLIN 3) und Sachsen-Anhalt (VfB Germania Halberstadt) spielten sich entsprechend warm ;-) Die erste Partie, die ich selbst nicht sehen konnte, gewannen die Halberstädter klar und deutlich gegen das Frauen-Team der SG Berlin mit 26:48. Danach gingen die Sachsen-Anhaltiner gestärkt in die Partie gegen ALBA BERLIN 3. Die Berliner gespickt mit jungen und talentierten Spielern mussten jedoch auf wichtige Stützen verzichten. Die noch fehlende Spielerfahrung und körperliche Überlegenheit des Gegners lassen den Spielverlauf schnell wiedergeben. Halberstadt lag bereits bereits zur Halbzeit mit 2:28 vorn. Im zweiten Spielabschnitt fanden die Berliner besser ins Spiel, aber ohne jegliche Chance die Partie umzudrehen. Lediglich die Pressverteidigung gelang das ein oder andere Mal, so dass auch Halberstadt des Öfteren 8-Sekunden-Regelverletzung zwang. Dennoch eine abklärte Partie der Germania bei der am Ende ein deutlicher 10:54-Sieg stand.
Zu später Stunde dann endlich das Berliner Derby. Die Gastgeber wollten ihre Niederlage aus dem ersten Spiel vergessen machen. Die ALBAtrosse starteten wie zuvor harmlos in die erste Spielhälfte. Keine wirklich gut erspielten Aktionen im Offensivspiel und viele Lücken im Defensivverbund. Dadurch hatte das Frauen-Team von Coach Hansi Wenk leichtes Spiel und viele Fastbreak-Chancen. ALBA-Interimscoach Red Frister mobilisierte seine Schützlinge in der Halbzeitpause noch mal und ließ mehrere Formationen und Spielsysteme austesten. Dies gelang phasenweise recht gut und man konnte die Partie mit einem geringeren Rückstand als im Spiel davor beenden (12:41).
SG RSC-SGH Berlin – ALBA BERLIN 3 41:12 (25:4)
Topscorer: Franka Johanning (15 Punkte, SG RSC-SGH Berlin), Sven Postelmann (6 Punkte, ALBA BERLIN 3)
ALBA BERLIN 3 – VfB Germania Halberstadt 10:54 (2:28)
Topscorer: Stefan Kalms (20 Punkte, VfB Germania Halberstadt), Dirk Zipper (8 Punkte, ALBA BERLIN 3)
Germania Halberstadt – SG RSC-SGH Berlin 48:26 (23:16)
Topscorer: Uwe Schneider (14 Punkte, VfB Germania Halberstadt), Franka Johanning (10 Punkte, SG RSC-SGH Berlin)
RSV Eintracht Stahnsdorf 2 in der Einsteigerliga weiterhin vorn
Der RSV Eintracht Stahnsdorf 2 konnte beim Heimspieltag der SGH Berlin seine Tabellenführung in der Einsteigerliga Ost behaupten. In den Spielen gegen die Berliner Konkurrenz von SGH Berlin 2 (Sieg) und SGH Berlin 3 (Niederlage) holten sich die Brandenburg die notwendigen Punkte um weiterhin von oben zu grüßen. Ärgster Verfolger ist die SGH Berlin 3, die neben dem Spiel gegen Stahnsdorf auch die vereinsinterne Partie gegen die SGH Berlin 3 gewinnen konnten.
SGH Berlin 2 – RSV Eintracht Stahnsdorf 2 20:27 (8:16)
Topscorer: Martin Schade (14 Punkte, RSV Eintracht Stahnsdorf 2), Stephan Steinl (12 Punkte, SGH Berlin 2)
RSV Eintracht Stahnsdorf 2 – SGH Berlin 3 24:38 (14:22)
Topscorer: Jan Schäfer (12 Punkte, SGH Berlin 3), Martin Schade (14 Punkte, RSV Eintracht Stahnsdorf 2)
SGH Berlin 3 – SGH Berlin 2 27:19 (12:12)
Topscorer: Tim Schildberger (14 Punkte, SGH Berlin 3), Stephan Steinl (9 Punkte, SGH Berlin 2)
ALBA und Caputs starten mit Niederlagen ins neue Jahr
ALBA BERLIN und die Jena Caputs sind mit Niederlagen in das neue Jahr gestartet. Die Berliner verloren daheim ihre Begegnung gegen die starken Hot Rolling Bears um Nationalspiel Mimoun Quali mit 39:64 (21:38). Nach dem Overtime-Sieg der RSG Langenhagen gegen die Abstiegskonkurrenten Dragon Wheelers im QTSV (72:61) müssen die ALBAtrosse mehr denn je um den Klassenerhalt bangen. Vor allem sollte in der Rückrunde gegen die beiden Konkurrenten gewonnen, um den Abstieg in die Regionalliga Ost noch zu verhindern.
Die Jena Caputs hatten ebenfalls kein Glück beim ihrem ersten Spiel in 2010. Bei den wiedererstärkten Köln 99er 2 (erstmal mit RBBL-Neuzugang Max Poulin) reichten auch die 21 Punkte von Topscorer und Kapitän Lars Christink nicht, um die Last-Minute-Niederlage (63:61) zu verhindern. Vor allem das Fehlen von Thomas Böhme machte sich im Jenaer Spiel bemerkbar. Damit haben die Aufstiegsträume der Thüringer einen weiteren Dämpfer erhalten.
Tabellenführer in der 2. Bundesliga Nord bleiben die Hot Rolling Bears aus Essen gefolgt von der SG Oldenburg/Sünteltal, die überraschend beim BBC Warendorf mit 60:50 verloren.
- BBC Warendorf 1 – SG Oldenburg/Sünteltal 1 60:50 (25:22)
- ALBA BERLIN 1 – Hot Rolling Bears Essen 1 39:64 (21:38)
- Köln 99ers 2 – Jena Caputs 63:61 (29:38)
- RSG Langenhagen 1 – Dragon Wheelers im QTSV 72:61 (32:22) OT
Zwickau 2 nach empfindlicher Niederlage dennoch Tabellenführer
Der Regionspokalsieger RSC-Rollis Zwickau 2 hatte am Wochenende die Regionalligakonkurrenz aus Berlin und Dresden zu Gast. Allerdings muss das Team um Topscorerin Sylvia Hofmann derzeit auf seinen Spielertrainer Maik Kretzschmar krankheitsbedingt verzichten. Arian Krug sowie Jürgen Schnorr übernahme am Sonntag die Mannschaftsleitung. Trotz des schmerzhaften Ausfalls von Kretzschmar kann der RSC mit einem verstärkten Kader auffahren. Mit René Rilke und Falk Friedrich kehren zwei ehemalige Zwickauer Spieler wieder in den Kader des Regionalligisten zurück. Beide standen auch mehrere Jahre im Bundesligaaufgebot des RSC.
Zwickau konnte beim Heimspieltag die Tabellenführung wieder übernehmen und an ALBA BERLIN 2 am RSV Eintracht Stahnsdorf 1 vorbeiziehen. Dass dies auch das gesteckte Ziel ist zeigte das ersten Spiel. Im Sachsenderby gegen die Rolling Lions Dresden 1 gewann man deutlich mit 63:42. Die Lions hatten keine Zeit die Pleite zu verdauen und mussten sofort ins nächste Spiel gehen. Gegen den RSC Berlin 1 (in der Hinrunde ohne Spielpraxis) lag man zur Halbzeit (31:28) gut auf, aber im zweiten Spielabschnitt setzte sich der Favorit klar durch und gewann verdient mit 67:55. Im letzten Spiel des Tages standen sich nun die beiden vorherigen Sieger gegenüber. Und zur großen Überraschung aller konnten die Berliner sich deutlich und souverän gegen die Sachsen mit 43:72 durchsetzen.
- RSC-Rollis Zwickau 2 – Rolling Lions Dresden 1 63:42 (31:18)
- RSC Berlin 1 – Rolling Lions Dresden 1 67:55 (31:28)
- RSC-Rollis Zwickau 2 – RSC Berlin 1 42:73 (12:34)
Mainhattan Skywheelers besiegen ASV Bonn im dritten Anlauf
Drei Spiele hat es diese Saison gebraucht ehe die Mainhattan Skywheelers den ehemaligen Serienmeister vom ASV Bonn mit 74:67 (37:31) besiegen konnten. Nach den Pleiten in der Hinrunde und im DRS-Pokalviertelfinale konnten nun die Hessen ihren ersten Erfolg gegen die Nordrheinwestfalen einfahren. Nach ihren Verletzungspausen wieder dabei waren Coach Marco Hopp sowie Nationalspieler und Topscorer Sebastian Wolk. Der ASV Bonn konnten hingegen nur mit sechs Spieler die Reise antreten und war damit allen Möglichkeiten bereits zu Spielbeginn beraubt. Damit konnte auch die Negativserie der Frankfurter gestoppt werden, obwohl den Kampf um die Playoff noch unerreichbar scheint.
Alle weiteren Spiele des 11. Spieltages liefen wie erwartet. Lediglich die Köln 99ers schickten sich in der ersten Halbzeit an den Pokalsieger RSV Lahn-Dill zu ärgern. Letztendlich konnten die Hessen in der zweiten Halbzeit noch mal aufdrehen und gewannen die Partie dann auch souverän mit 66:84 (34:42).
- Hamburger SV – USC München 50:70 (23:38)
- Roller Bulls – RSC-Rollis Zwickau 55:80
- Köln 99ers – RSV Lahn-Dill 66:84 (34:42)
- Mainhatten Skywheelers – ASV Bonn 74:67 (37:31)
- Trier Dolphins – RSC Osnabrück 90:77 (51:42)
ASV Bonn gewinnt Rheinderby gegen Köln 99ers, HSV verliert knapp beim Meister
Der 10. Spieltag der RBBL-Saison brachte nur drei Ergebnisse hervor. Die Spiele RSC Osnabrück gegen Mainhatten Skywheelers und USC München gegen Trier Dolphins wurden entweder bereits im Voraus verlegt oder mussten kurzfristig krankheitsbedingt abgesagt werden. Die anderen Spiele brachten zum Teil erstaunliche Resultate. Der Aufsteiger Hamburger SV schrammte beim Meister RSC-Rollis Zwickau haarscharf an einem Sensationssieg vorbei. Die Hanseaten hielten zur Halbzeit und Unendschieden (37:37) und ließen sich auch im zweiten Spielabschnitt nicht unterkriegen. Aber die Sachsen spielten ihre gesamte Cleverness aus und konnten den HSV noch knapp mit 76:72 besiegen. Der anderen Aufsteiger Roller Bulls gerät so langsam in eine Negativspirale. Zu Saisonbeginn noch furios gestartet konnten die Luxemburger seit langem nicht mehr punkten. Das Spiel beim Pokalsieger RSV Lahn-Dill war eine klare Angelegenheit (37:75), aber dennoch steht der Aufsteiger mit insgesamt vier Siegen gut da und konnte sich vor kurzem noch berechtigte Aufstiegschancen ausrechnen. Das Rheinderby gewann der Favorit aus Bonn gegen den Überraschungstabellenletzten Köln 99ers klar mit 77:64 (39:32).
- RSC Osnabrück – Mainhatten Skywheelers am 06.02.2010
- RSV Lahn-Dill – Roller Bulls 75:37 (32:16)
- RSC-Rollis Zwickau – Hamburger SV 76:72 (37:37)
- USC München – Trier Dolphins krankheitsbedinge Absage
- ASV Bonn – Köln 99ers 77:64 (39:32)
RBC 96 Halle nicht angetreten, Cottbus gewinnt in Stahnsdorf
Der RBC 96 Halle musste bereits im Voraus den Spieltag witterungsbedingt absagen. Damit kam es leider nur zu einem Spiel, in dem sich die Gastgeber RSV Eintracht Stahnsdorf 1 und der LC Cottbus gegenüberstanden. Die Geschichte dieses Spieles (siehe Kommentar von Jörg Schadt) ist schnelle erzählt. Die Stahnsdorfer führten bereits zur Halbzeit (27:18) und kontrollierten die Cottbuser in allen Belangen. Aber in der zweiten Halbzeit kamen die Lausitzer immer weiter ran und die Eintracht fand kaum noch ins Spiel zurück. Am Ende konnte der LC Cottbus die Partie noch drehen und gewann nicht unverdient am Ende mit 41:46.
Die Partien des RBC 96 Halle wurden bereits mit 0:20 Körben und 0:2 Punkten gegen die Sachsen-Anhaltiner gewertet. Meiner Erachtens eine überzogene Entscheidung der Spielleitung, zumal es sich in diesen Tagen um eine Großwetterlage handelt, die vor allem im ostdeutschen Raum zu schwierigen Verhältnissen führte. Man befindet sich hier nicht nicht in der Bundesliga, wo den meisten Teams entsprechende Transportunternehmen für Auswärtsreisen zur Verfügung stehen. Da die Hallenser nach meinen Informationen bereits frühzeitig die Nichtanreise ankündigten, wäre eine Verlegung des Spieltages meiner Meinung nach kein Problem gewesen. Der Spielplan ist zur Zeit eh vollkommen auseinander gezerrt. Der RSC Berlin 1 bestritt zum Beispiel nicht ein einziges Spiel in der Hinrunde.
- RSV Eintracht Stahnsdorf 1 – RBC 96 Halle 20:0
- LC Cottbus – RBC 96 Halle 20:0
- RSV Eintracht Stahnsdorf 1 – LC Cottbus 41:46 (27:18)
Bonn und Hamburg komplettieren DRS Final Four 2010
Das Final Four 2010 um den DRS-Pokal ist komplett. Ex-Serienmeister ASV Bonn und der Hamburger SV konnten ihre Partien am ersten Wochenende im neuen Jahr für sich entscheiden. Die Bonner gewannen etwas überraschend beim Playoff-Konkurrenten Mainhattan Skywheelers deutlich mit 57:75 (20:37). Die Hessen mussten auf ihren Sebastian Wolk verzichten sowie kurzfristig ohne Coach Marco Hopp in das Spiel gehen. Frankfurt fand nie richtig ins Spiel und hatte eine zu schlechte Trefferquote, um die Partie für sich zu entscheiden. Zweistellig punkteten Kapitän Lars Lehmann (19 Punkte) sowie Andy Kress (16 Punkte). Bei den Bonnern lief gewohnt viel über den kanadischen Superstar und Topscorer Adama Lancia. Der Nordamerikaner kam am Ende auf 31 Punkte.
Der Hamburger SV hatte dagegen die weitaus leichtere Aufgabe. Die Hansestädter reisten zum Auswärtsspiel nach Essen. Der dortige Zweitligist Hot Rolling Bears wollte die Überraschung schaffen und ins Final Four einziehen. Das Spiel stand dann auch immer auf des Messers Schneide. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Angetrieben von Topscorer Ahmet Coskun konnten die Elbestädter aber schlußendlich die Partie doch für sich entscheiden. Am Ende stand ein knapper 57:62 (32:38)-Auswärtserfolg.
Damit trifft der ASV Bonn im Halbfinale auf den amtierenden Deutschen Meister und Final-Four-Gastgeber RSC-Rollis Zwickau und der Hamburger SV muss mit dem Titelverteidiger RSV Lahn-Dill aufnehmen.
DRS-Pokal Viertelfinale 2009/2010
- RSC-Rollis Zwickau 1 – Trier Dolphins 1 20:0 (abgesagt)
- Hot Rolling Bears Essen 1 – Hamburger SV 1 57:62 (32:38)
- USC München 1 – RSV Lahn-Dill 1 42:62 (14:33)
- Mainhatten Skywheelers – ASV Bonn 1 57:75 (20:37)
DRS-Pokal Final-Four 2009/2010
- ASV Bonn 1 – RSC-Rollis Zwickau 1
- RSV Lahn-Dill 1 – Hamburger SV 1
Merry X-Mas / Happy New Year
Wünsche allen Lesern ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest sowie einen guten Rutsch in ein erfolgreiches Jahr 2010!